Statuten

S T A T U T E N

Musikkapelle Sibratsgfäll

 

§ 1

Name und Sitz

 

1.       Der Verein führt den Namen „Musikkapelle Sibratsgfäll“.

2.       Der Verein hat seinen Sitz in der Gemeinde Sibratsgfäll und die Vereinstätigkeit erstreckt sich auf das Land Vorarlberg.

3.       Die Errichtung von Zweigvereinen ist nicht beabsichtigt.

 

 

§ 2

Vereinszweck

 

a)      Aufgabe und Zweck des Vereines sind die Pflege und die Förderung der Blasmusik zur Erfüllung gesellschaftlicher und kirchlicher Aufgaben.

b)      Der Verein fördert die Jugend und den Nachwuchs in der Form, dass ständig ein Fortbestand des Vereines gewährleistet ist.

c)      Der Verein ist unpolitisch und konfessionell ungebunden.

d)      Die Tätigkeit des Vereines ist nicht auf Gewinn ausgerichtet.

 

 

§ 3

Mittel zur Erreichung des Vereinszweckes

 

Der Verein erreicht die Mittel zur Erfüllung des Vereinszweckes wie folgt:

 

a)      durch ideelle Mittel, und zwar Versammlungen, Sitzungen, Proben, Aufführungen, Ausrückungen und Teilnahme an fremden sowie der Durchführung eigener, auch geselliger Veranstaltungen.

b)      durch materielle Mittel, und zwar Durchführung von Sammlungen, Spenden und Erträgnissen aus durchgeführten Veranstaltungen sowie durch sonstige Zuwendungen (Förderung durch Gemeinde, Land und Bund).

 

 

§ 4

Arten der Mitgliedschaft

 

Die Mitglieder des Vereines gliedern sich in

 

a)      Aktive Mitglieder

b)      Unterstützende Mitglieder

c)      Ehrenmitglieder

d)      Ausserordentliche Mitglieder

 

1.       Ordentliche (aktive) Mitglieder:

 

Ordentliche (aktive) Mitglieder sind solche oder können werden, wer die charakterlichen Eigenschaften besitzt und die musikalische Befähigung mitbringt. Die Aufnahme solcher Mitglieder liegt im gemeinsamen Entscheidungsbereich des Obmannes und des Kapellmeisters, wobei als Limit vorausgesetzt wird, dass das neu aufzunehmende Mitglied zumindest das Jungmusiker-Leistungsabzeichen in Bronze (JLMA) vorweisen kann. Falls sich über die Aufnahme oder Nichtaufnahme von neuen Mitgliedern trotzdem Bedenken ergeben, so muss die Generalversammlung (erforderlichenfalls auch eine ausserordentliche) mittels einer 2/3 Mehrheit darüber entscheiden. Ebenfalls zu den ordentlichen (aktiven) Mitgliedern zählen auch der jeweilig bestellte Kapellmeister und der Fähnrich.

 

 

 

 

 

2.       Unterstützende Mitglieder:

 

Zu unterstützenden Mitgliedern können physische und juristische Personen ernannt werden, welche im besonderen Rahmen den Verein längerfristig materiell unterstützen. Der von diesen Mitgliedern jährlich zu bezahlende Beitrag ist von der Generalversammlung jeweils festzusetzen. Dem Verein erwachsen gegenüber den unterstützenden Mitgliedern keine wie immer gearteten Verpflichtungen. Solche Mitglieder können über Antrag oder Vorschlag des Vereinsausschusses durch die Generalversammlung mit 2/3 Mehrheit aufgenommen werden.

 

3.       Ehrenmitglieder:

 

Zu Ehrenmitgliedern des Vereines können solche Personen ernannt werden, welche in ganz besonderem Rahmen Verdienste um den Verein erworben haben. Diese Auszeichnung kann nicht nur den aktiven Mitgliedern zuerkannt werden, sondern auch solchen Personen, welche in hohem Maße den Verein ideell oder materiell fördern oder gefördert haben. Die Aufnahme von Ehrenmitgliedern erfolgt über Antrag oder Vorschlag des Vereinsausschusses durch die Generalversammlung mittels eines 2/3-Mehrheitsbeschlusses.

 

4.       Ausserordentliche Mitglieder:

 

Ausserordentliche Mitglieder sind alle Kinder, Jugendliche und Erwachsene, welche innerhalb oder ausserhalb der Musikkapelle Sibratsgfäll für die ordentliche (aktive) Mitgliedschaft ausgebildet werden oder die Absicht haben, als ordentliches Mitglied aufgenommen zu werden.

 

 

§ 5

Erwerb der Mitgliedschaft

 

Mitglied des Vereines können all jene Personen werden, welche die Eigenschaften und Kriterien des § 4 Abs. 1 bis 4 erfüllen.

 

 

§ 6

Beendigung der Mitgliedschaft

 

1.       Der Austritt aus dem Verein steht jedem Mitglied frei. Das ausscheidende Mitglied (ordentliches, unterstützendes, Ehrenmitglied und ausserordentliches) hat sein Ausscheiden aus dem Verein mündlich oder schriftlich dem Vereinsausschuss  bekannt zu geben. Das ausscheidende Mitglied hat das von ihm übernommene Inventar oder jegliche Gegenstände des Vereines, welche er jemals aus dem Eigentum des Vereines zur Benützung und Verwahrung treuhänderisch übernommen hat, ordnungsgemäß zurückzugeben. Für fehlende oder beschädigte Gegenstände hat das ausscheidende Mitglied kostenpflichtig zu haften.

2.       Der Ausschluss eines Mitgliedes aus dem Verein kann vom Vereinsausschuss wegen grober Verletzung der Mitgliedschaft und wegen unehrenhaften Verhaltens verfügt werden. Über einen solchen Ausschluss aus dem Verein entscheidet der Ausschuss mittels eines Beschlusses mit 2/3 Mehrheit. Diese Entscheidung muss dem Mitglied schriftlich bekannt gegeben und begründet werden. Das betroffene bzw. ausgeschlossene Mitglied hat die Möglichkeit, binnen 30 Tagen beim Obmann schriftlich oder mündlich zu berufen. Nach Anhörung des Betroffenen entscheidet die Generalversammlung mit einer Stimmenmehrheit von 2/3 der anwesenden Mitglieder in schriftlicher Form und geheimer Abstimmung. Diese Entscheidung ist dann endgültig.

 

 

§ 7

Rechte und Pflichten der Vereinsmitglieder

 

1.       Jedem ordentlichen Mitglied steht das aktive und das passive Wahlrecht zu, darüber hinaus hat das ordentliche Mitglied das Recht, bei den Vereinsversammlungen Anträge zu stellen und auch Beschwerden einzubringen. Das ordentliche Mitglied kann an Abstimmungen mit beschließender Stimme teilnehmen. Das ordentliche Mitglied verpflichtet sich, zur Verwirklichung des Vereinszweckes sein Möglichstes und sein Bestes zu geben, die Statuten zu befolgen, den Anordnungen des Obmannes und des Kapellmeisters Folge zu leisten, an den Proben, Ausrückungen und Vereinsveranstaltungen teilzunehmen und dabei nach besten Kräften mitzuwirken. Die Mitglieder des Vereines sind auch verpflichtet, dem Ruf und der Ehre des Vereines förderlich gegenüber zu stehen. Die älteren Mitglieder haben der Jugend ein Vorbild zu sein.

2.       Unterstützende Mitglieder haben bei der Generalversammlung kein Stimmrecht, sie können jedoch zu den Versammlungen eingeladen werden und sie können bei diesen auch beratend mitwirken. Die unterstützenden Mitglieder verpflichten sich im Besonderen, den Verein materiell durch die Bezahlung des festgesetzten Jahresbeitrages zu unterstützen und dadurch zu fördern.

3.       Ehrenmitglieder haben bei der Generalversammlung ebenfalls kein Stimmrecht, es sei denn, dass sie bereits während ihrer ordentlichen Mitgliedschaft die Ehrenmitgliedschaft zuerkannt erhalten. Die Ehrenmitglieder können zu den Vereinsversammlungen eingeladen werden und sie können an diesen Versammlungen mit beratender Stimme teilnehmen.

4.       Ausserordentliche Mitglieder sind verpflichtet je nach Ausbildungsstand an Proben, Aufführungen und Aktivitäten mit der Jugendmusik bzw. Ensembles teilzunehmen, hiezu pünktlich zu erscheinen, sich kameradschaftliche zu verhalten sowie die musikalische Leitung in allen musikalischen Bestrebungen tatkräftig zu unterstützen.

5.       Sowohl die ordentlichen als auch die ausserordentlichen Mitglieder haben auch die ihnen vom Verein anvertrauten Instrumente, Trachten, Noten und sonstige Gebrauchsgegenstände in sauberem und gutem Zustand zu erhalten.  

 

§ 8

Vereinsorgane

 

Organe des Vereines sind:

 

a)      die Generalversammlung

b)      der Ausschuss

c)      die Rechnungsprüfer

d)      das Schiedsgericht

 

§ 9

Generalversammlung

 

1.       Jedes Jahr ist eine ordentliche Generalversammlung durchzuführen, und zwar in den ersten beiden Monaten des Jahres.

2.       Eine ausserordentliche Generalversammlung ist unter folgenden Gesichtspunkten abzuhalten:

 

a)      Beschluss des Ausschusses,

b)      Beschluss der Generalversammlung,

c)      über Antrag von mindestens 1/10 der ordentlichen Mitglieder, oder

d)      wenn die beiden Rechnungsprüfer dies verlangen.

 

Eine beschlossene oder beantragte Generalversammlung ist binnen vier Wochen ab Beschluss oder Antrag durchzuführen.

 

3.       Zu den ordentlichen wie auch zu den ausserordentlichen Generalversammlungen sind alle ordentlichen Mitglieder einzuladen, und zwar schriftlich unter Bekanntgabe der Tagesordnung. Die Einladungen sind so rechtzeitig zu verschicken oder zu übergeben, dass die eingeladenen Mitglieder mindestens eine Woche vor dem Versammlungstag über das Stattfinden einer solchen Versammlung informiert sind. Die Vornahme der Einberufung zu den Versammlungen ist Obliegenheit des Ausschusses.

 

 

 

 

4.       Anträge zur Generalversammlung sind mindestens 5 Tage vor dem Termin der Generalversammlung beim Ausschuss schriftlich einzubringen. Später einlangende Anträge können auf Grund der Fristen gegebenenfalls nicht mehr auf die Tagesordnung genommen werden.

5.       Mit Ausnahme der Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung können gültige Beschlüsse nur zur Tagesordnung gefasst werden.

6.       Jedes ordentliche Mitglied ist bei der Generalversammlung teilnahme- und auch stimmberechtigt. Jedes ordentliche Mitglied hat eine Stimme. Die Abgabe einer Stimme für ein entschuldigtes oder nicht anwesendes Mitglied durch ein anwesendes Mitglied ist nicht möglich (ein Mitglied kann auch ein anderes Mitglied nicht vertreten).

7.       Die Generalversammlung ist bei Anwesenheit der Hälfte aller ordentlichen und damit stimmberechtigten Mitglieder beschlussfähig. Ist die Beschlussfähigkeit zum anberaumten Versammlungsbeginn nicht gegeben, so findet die Generalversammlung nach 30 Minuten Wartezeit mit derselben Tagesordnung statt, und zwar ohne Rücksicht auf die Anzahl der anwesenden ordentlichen Mitglieder.

8.       Wahlen und allgemeine Beschlussfassungen in der Generalversammlung erfolgen in der Regel mit absoluter Stimmenmehrheit (d. h. über 50 %). Die Aufnahme oder die Verweigerung einer Mitgliedsaufnahme – sofern eine solche im Zweifelsfalle nicht durch Obmann und Kapellmeister gemeinsam vorgenommen werden kann – erfolgt mit einer 2/3 Mehrheit. Der Ausschluss eines Mitgliedes – sofern ein solches gegen seinen Ausschluss beruft – macht ebenfalls eine 2/3 Mehrheit der Generalversammlung erforderlich (siehe § 4 Abs. 2). Die Bestellung des jeweiligen Kapellmeisters hat ebenfalls über Vorschlag des Ausschusses mittels eines 2/3 Mehrheitsbeschlusses zu erfolgen. Die Beschließung der Statuten oder die Abänderung derselben sowie eine etwaige Auflösung des Vereines bedürfen ebenfalls eines 2/3 Mehrheitsbeschlusses durch die Generalversammlung.

9.       Bei der Generalversammlung ist es Aufgabe und Verpflichtung des Obmannes den Vorsitz zu führen. Ist der Obmann verhindert, so tritt der Obmannstellvertreter diese Verpflichtung an. Sollte auch der Obmannstellvertreter verhindert oder nicht anwesend sein, so obliegt der Vorsitz dem an Lebensjahren ältesten Ausschussmitglied.

10.   Über die Generalversammlung oder eventuell auch ausserordentliche Generalversammlung ist vom Schriftführer ein Protokoll anzufertigen. Dieses Protokoll ist bei der folgenden Generalversammlung vorzulegen und genehmigen zu lassen. Das Protokoll ist vom Schriftführer und vom Obmann zu unterfertigen.

 

§ 10

Aufgaben der Generalversammlung

 

In den Aufgabenbereich der Generalversammlung fallen:

 

  1. Genehmigung des Protokolls der letzten Generalversammlung.
  2. Jahresbericht des Obmannes.
  3. Tätigkeitsbericht des Kapellmeisters.
  4. Kassabericht.
  5. Bericht der Rechnungsprüfer.
  6. Genehmigung des Kassaberichtes und Entlastung des Kassiers.
  7. Alle drei Jahre Wahl eines Vereinsausschusses (mit Ausnahme des Kapellmeisters).
  8. Alle drei Jahre Wahl von zwei Rechnungsprüfern (diese dürfen nicht dem Vereinsausschuss angehören).
  9. Aufnahme oder Ablehnung der Aufnahme von ordentlichen Mitgliedern, sofern Obmann und Kapellmeister diese Aufgabe in Einzelfällen an die Generalversammlung übertragen.
  10. Entscheidung über Berufungen hinsichtlich des Ausschlusses eines einzelnen ordentlichen Mitgliedes.
  11. Verleihung und Aberkennung von Ehrenmitgliedschaften.
  12. Aufnahme und Löschung von unterstützenden Mitgliedern.
  13. Beschlussfassung über weitere Tagesordnungspunkte, wie z. B. Abhaltung von Konzerten und größeren Festen.
  14. Bestellung des Kapellmeisters.

§ 11

Der Vorstand

 

Die Generalversammlung hat alle drei Jahre den Vereinsausschuss zu wählen, welcher sich wie folgt zusammensetzt:

       a)  Obmann

b)   Obmannstellvertreter

c)      Kassier

d)      Schriftführer

e)      Jugendreferent

f)       der Kapellmeister (ist gemäß § 16 Abs. 1 obligatorisch Mitglied des Vereinsausschusses)

g)      Kapellmeisterstellvertreter

h)      Archivar

 

Gegebenenfalls ist es auch möglich, dass eine Person maximal zwei Funktionen ausübt.

 

  1. Sämtliche Wahlen der o. a. Ausschussmitglieder haben schriftlich und geheim zu erfolgen. Falls bei einigen Positionen eine Wahl auch per Akklamation möglich erscheint, so bedarf es vorausgehend eines absoluten (50 %) Mehrheitsbeschlusses der General- oder ausserordentlichen Generalversammlung. Der Obmann muss nicht unbedingt ordentliches Mitglied des Vereines sein. Mit seiner Wahl zum Obmann wird er jedoch obligatorisch ordentliches Mitglied des Vereines und gleichzeitig auch Mitglied des Ausschusses.
  2. Ausschusssitzungen sind vom Obmann, in dessen Verhinderungsfalle vom Obmann-Stellvertreter, schriftlich oder mündlich einzuberufen. Eine solche Einberufung ist auch kurzfristig (2 bis 3 Tage) möglich.
  3. Der Ausschuss ist beschlussfähig, wenn alle seine Mitglieder eingeladen wurden und wenn mindestens die Hälfte von ihnen anwesend sind.
  4. Der Ausschuss fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit, bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden (Obmann oder Obmannstellvertreter).
  5. Außer durch den Tod und Ablauf der Funktionsperiode erlischt die Funktion eines Vorstandsmitglieds durch Enthebung und Rücktritt.
  6. Die Generalversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand oder einzelne seiner Mitglieder entheben. Die Enthebung tritt mit Bestellung des neuen Vorstands bzw. Vorstandsmitglieds in Kraft.
  7. Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung ist  an den Vorstand, im Falle des Rücktritts des gesamten Vorstands an die Generalversammlung zu richten. Der Rücktritt wird erst mit Wahl bzw. Kooptierung eines Nachfolgers wirksam.

 

 

§ 12

Aufgaben des Vorstandes

 

Dem Ausschuss obliegen die Aufgaben der Leitung des Vereines. Alle Aufgaben, welche gemäß den Statuten nicht einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind, fallen in die Kompetenz des Ausschusses. In diesen Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:

 

  1. Vorbereitung der Generalversammlung.
  2. Einberufung von ordentlichen und ausserordentlichen Generalversammlungen.
  3. Verwaltung des Vereinsvermögens.
  4. Erarbeitung eines Vorschlages für die Bestellung des Kapellmeisters.
  5. Beratung und Entscheidung über vereinsinterne Angelegenheiten, soweit diese nicht in die Zuständigkeit der Generalversammlung fallen.
  6. Festsetzung von Veranstaltungen und Spielterminen, soweit diese nicht auch in die Kompetenz der Generalversammlung fallen (z. B. größere Feste oder Zeltveranstaltungen).
  7. Vorschläge oder Antragstellung zur Ernennung von Ehrenmitgliedern.
  8. Vorschläge oder Antragstellung zur Aufnahme von unterstützenden Mitgliedern.
  9. Ausschluss von Mitgliedern.

 

 

§ 13

Besondere Verpflichtungen und Wahrnehmungen

von Aufgaben einzelner Ausschussmitglieder

 

1.       Der Obmann hat den Verein nach Aussen zu vertreten, insbesondere gegenüber Behörden und dritten Personen, er ist der höchste Vereinsfunktionär. Den Verein verpflichtende Urkunden hat ausschließlich der Obmann zu unterfertigen. Sofern es sich jedoch um Geldangelegenheiten im Rahmen des üblichen Geschäftsumfanges (nicht jedoch Darlehen- oder Kreditaufnahmen) handelt, so hat in diesen Fällen der Kassier zu unterschreiben.

2.       Der Obmann führt den Vorsitz bei den Generalversammlungen sowie auch bei den Sitzungen des Ausschusses. Gemeinsam mit dem Ausschuss bestimmt er den Termin für die Generalversammlung, ebenso hat er zusammen mit dem Ausschuss die jeweilige Tagesordnung zu fixieren. Die Versammlungsprotokolle, im Besonderen jene von Generalversammlungen (ordentliche und ausserordentliche) hat der Obmann mit dem Schriftführer zu unterfertigen. Bei Gefahr in Verzug ist der Obmann berechtigt, auch in Angelegenheit des Wirkungsbereiches der Generalversammlung oder des Ausschusses, in eigener Verantwortung Entscheidungen und Anordnungen zu treffen, diese bedürfen jedoch der nachträglichen Genehmigung des zuständigen Vereinsorganes.

3.       Der Obmannstellvertreter hat den Obmann nach besten Möglichkeiten zu unterstützen, sofern der Obmann verhindert ist, so ist dieser vom Obmannstellvertreter zu vertreten.

4.       Der Kassier ist für die Abwicklung und die ordnungsgemäße Durchführung der Geldgebarung verantwortlich. Er hat die Rechnungen in Empfang zu nehmen, diese zu prüfen und auch die erforderlichen Zahlungen durchzuführen, weiters hat der Kassier ein Kassabuch zu führen. Bei den Generalversammlungen hat der Kassier den Kassabericht zu erstatten. In Geldangelegenheiten (mit Ausnahme der Aufnahme von Darlehen und Krediten) sind die vorhandenen Belege durch den Kassier zu unterfertigen.

5.       Der Schriftführer hat den Obmann bei seiner Arbeit massiv zu unterstützen, vor allem im Bereich des allgemeinen Schriftverkehrs. Der Schriftführer hat bei den Generalversammlungen und auch bei den Ausschusssitzungen ein Protokoll anzufertigen. Diese Protokolle sind neben dem Schriftführer auch vom Obmann zu unterfertigen.

6.       Der Jugendreferent versucht mit Unterstützung des Vereinsausschuses dem Verein die notwendige Zahl von Jungmusikanten/innen zuzuführen und zu betreuen. Er ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Eltern, Ausbildungsstätten und Verein. Die Betreuung hat auch das Ablegen von Jungmusikerleistungsabzeichen und den Ensemblewettbewerb „Musik in kleinen Gruppen“ bei den Jungmusiker/innen zu umfassen.

7.       Im Falle der Verhinderung des Kapellmeisters ist dieser vom Kapellmeister-Stellvertreter zu vertreten.

8.       Archivar: Der Archivar hat Obsorge zu tragen für die Instrumente, die Trachten und das Notenmaterial. Der Archivar hat dieses Inventar entsprechend aufzubewahren und bei der Ausgabe von solchem Inventar hat er geeignete Aufzeichnungen zu führen.

9.       Dem Kapellmeister obliegen folgende Aufgaben:

 

a)      Gemeinsame Entscheidung mit dem Obmann über die Aufnahme von ordentlichen Mitgliedern.

b)      Festlegung und Durchführung der Musikproben.

c)      Allgemeine Entscheidung bei der Auswahl und der Reihenfolge von Konzertstücken.

d)      Leitung des Vereines bei Proben und Konzerten.

e)      Führung von geeigneten Aufzeichnungen über Ausrückungen, Proben und Probenbesuch.

f)       Entscheidung in allen musikalischen Belangen, allerdings im Einvernehmen mit dem evtl. vorhandenen (Programm)-Ausschuss.

 

 

§ 14

Rechnungsprüfer

 

Die zwei Rechnungsprüfer werden von der Generalversammlung auf die Dauer von drei Jahren gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich. Die Rechnungsprüfer dürfen nicht Mitglieder des Vereinsausschusses sein, darüber hinaus müssen beide Rechnungsprüfer ordentliche  Mitglieder sein.

Den Rechnungsprüfern obliegt die Überprüfung der Jahresrechnung, sowie der laufenden Geschäftsgebarung. Sie haben der Generalversammlung über das Ergebnis der Überprüfung zu berichten.

§ 15

Schiedsgericht

 

Sollten aus dem Vereinsverhältnis heraus entstehende Streitigkeiten vom Vereinsausschuss nicht geklärt werden können, so entscheidet darüber das Schiedsgericht.

Das Schiedsgericht setzt sich aus fünf ordentlichen (also aktiven) Mitgliedern zusammen und wird derart gebildet, dass jeder Streitteil innerhalb von 8 Tagen dem Ausschuss zwei Mitglieder als Schiedsrichter namhaft macht. Diese namhaft gemachten Schiedsrichter wählen ein fünftes ordentliches Vereinsmitglied als Vorsitzenden des Schiedsgerichtes. Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los. Das Schiedsgericht selbst entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit, wobei der Vorsitzende ebenfalls mitstimmt. Die Entscheidung des Schiedsgerichtes ist endgültig.

 

§ 16

Kapellmeister

 

1.       Der Kapellmeister wird nicht gewählt, sondern bestellt. Der Kapellmeister wird obligatorisch gemäß § 4 Abs. 1 dieser Statuten ordentliches Mitglied des Vereines, sofern er nicht aus der Reihe der ordentlichen Mitglieder kommt. Der Kapellmeister wird auch obligatorisch Mitglied des Vereinsausschusses.

2.       Die Bestellung des Kapellmeisters erfolgt auf unbestimmte Zeit, es sei denn, dass grundsätzlich mit dem Kapellmeister ein Vertrag abgeschlossen wird. Bei den jeweiligen Neuwahlen ist der Kapellmeister nicht zu wählen. Bei einer besonderen Situation kann über Antrag des Kapellmeisters selbst oder des Vereinsausschusses die Wahl des Kapellmeisters auf die Tagesordnung einer Generalversammlung gesetzt werden.

3.       Die Bestellung des Kapellmeisters hat wie folgt zu geschehen: Dem Ausschuss steht das absolute Vorschlagsrecht zu. Im Falle, dass die Neubestellung eines Kapellmeisters ansteht, so können Mitglieder etwaige Vorschläge nur an den Vereinsausschuss erstatten. Der Vereinsausschuss wird nach entsprechender Beratung einen Kapellmeister zur Bestellung der Generalversammlung vorschlagen, zur Bestellung ist ein Beschluss mit 2/3 Mehrheit erforderlich.

 

 

§ 17

Auflösung des Vereines

 

1.       Die freiwillige Auflösung des Vereines kann nur in einer zu diesem Zwecke einberufenen ausserordentlichen Generalversammlung und nur mit einer ¾-Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.

2.       Im Auflösungsfalle ist das vorhandene Vereinsvermögen der Gemeinde Sibratsgfäll mit dem Ersuchen zu übergeben, dieses Vermögen bis zur evtl. Wiederbildung eines mindestens 12 ordentliche Mitglieder zählenden Musikvereines aufzubewahren. Falls innerhalb von 10 Jahren nach der Auflösung des Vereines kein neuer Musikverein gegründet wird, ist das Vermögen sonstigen kulturellen oder wohltätigen Zwecken zuzuführen.

3.       Der letzte Vereinsvorstand hat die freiwillige Auflösung binnen vier Wochen nach Beschlussfassung der zuständigen Vereinsbehörde schriftlich anzuzeigen.

 

§ 18

Geschlechtsneutrale Bezeichnung

 

Soweit in diesen Statuten personenbezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form verwendet werden, beziehen sie sich auf Frauen und Männer in gleicher Weise.

 

§ 19

Inkrafttreten

 

Die vorliegenden Statuten setzen die bisher geltenden und bei der Vereinsbehörde aufliegenden Statuten ausser Kraft.

 

Sibratsgfäll, 19.01.2007